Vermieten ohne Makler?

Seit Juni letzten Jahres ist das sogenannte Bestellerprinzip in Kraft getreten. Es beinhaltet, dass derjenige, der den Makler beauftragt, auch die Maklerprovision bezahlt. In der Regel ist das der Vermieter, und diese verzichten nun häufig auf eine professionelle Unterstützung.

Der Makler bietet viele Vorteile

Zwar sparen sich die Vermieter die Provision, bekommen aber auch keine umfassende Leistungen. Zum einen müssen Vermieter, wenn sie in Eigenregie handeln, viel Zeit- und Arbeitsaufwand aufbringen. Etwa durch selbst vorzunehmende Besichtigungstermine oder die Terminvereinbarung mit den Interessenten. Es gibt aber noch weitere Argumente, die für die Einschaltung eines Maklers sprechen. So ermittelt der Makler die aktuell erzielbare Marktmiete. Das ist wichtig wegen eventuell gesetzlicher Konflikte im Rahmen der Mietpreisbremse. Auch wird die Immobilie attraktiv präsentiert, mit ausführlichem Exposé und erstklassigen Fotos. Gute Makler kennen die werbewirksamsten Internetplattformen und Printpublikationen. Außerdem holt er zur Vermeidung von bösen Überraschungen die notwendigen Bonitätsauskünfte der Mietinteressenten ein. Auch unterstützt er den Vermieter bei der Vorbereitung des Mietvertrages und aktuellen Vertragsformularen. Makler übernehmen auch eine Zeugenfunktion, wenn z.B. nach der Wohnungsübergabe doch noch Unstimmigkeiten auftreten sollten. Auch wenn die Maklerprovision zunächst einmal einen Aufwand darstellt, sollte jeder Vermieter den eigenen Zeit- und Arbeitsaufwand errechnen und den Kosten gegenüberstellen – er wird schnell feststellen, dass eine Provision günstiger kommt. Ganz abgesehen davon, welchen Ärger und Stress sich der Vermieter im Fall der Fälle spart. Und natürlich ist die Maklerprovision steuerlich absetzbar.

Es spricht also viel dafür, genau abzuwägen, ob man sich kurzfristig die Investition in die Maklerprovision zwar spart, aber langfristig mehr bezahlt. Weitere Fragen hierzu und zu anderen Immobilien- und Finanzthemen beantworten wir Ihnen gerne.

Kontakt: Wolfgang Heilmeier – ImmoManagement, E-Mail wolfgang.heilmeier-immo@web.de, Telefon 089/90955890.

Angst vor der Immobilienblase?

Haben wir bereits eine Immobilienblase und wenn ja, droht diese zu platzen? Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank EZB und dem kräftigen Anstieg der Immobilienpreise in Ballungszentren wie z.B. München, könnte man im ersten Moment diese Gefahr durchaus ernst nehmen. Zudem hat das Volumen der ausgereichten Baukredite im Jahr 2015 um 3,5 % zugelegt. Das ist der stärkste Anstieg seit der Finanzkrise im Jahr 2008! Trotzdem wird es keine Immobilienblase in Deutschland geben. Warum? Das wichtigste Argument hierfür ist die sehr vorsichtige Kreditvergabe deutscher Banken. Eine Baufinanzierung ohne genügend Eigenkapital ist im Normalfall nicht möglich. In der Regel muss der Darlehensnehmer mindestens 20 bis 30 % eigenes Geld mitbringen. In München etwa beträgt der Finanzierungsanteil im Durchschnitt sogar nur 64 %, d.h. die Eigenkapitalquote beläuft sich hier auf 36 %.

Argumente gegen die Immobilienblase

Seit dem 21. März 2016 gibt es außerdem noch strengere EU-Kreditvergaberichtlinien! Es werden nun verstärkt in erster Linie die wirtschaftlichen Verhältnisse des Darlehensnehmers mit allen Wahrscheinlichkeiten und theoretisch möglichen wirtschaftlichen Veränderungen, insbesondere Verschlechterungen, während der gesamten Darlehenslaufzeit geprüft. Eine eventuell künftig positive Wertentwicklung der Immobilie darf bei der Beleihungsprüfung nicht mehr in Betracht gezogen werden.Die Banken achten also verschärft darauf, dass der Kunde auch im Falle einer Zinserhöhung die finanzielle Belastung noch tragen kann und nicht auf einen Notverkauf seiner Immobilie angewiesen ist. Als weiteres Argument gegen eine Immobilienblase spricht, dass bundesweit speziell auch in München, ein sehr hoher Bedarf an Wohnraum vorhanden ist, der derzeit nicht gedeckt werden kann. Die hohen Preise sind also die natürliche Folge von Angebot und Nachfrage und sind nicht durch spekulative Bautätigkeiten zustande gekommen.

Deutschland anders als Spanien und USA

Die Situation hier in Deutschland ist völlig anders als vor ein paar Jahren in Spanien und vor allem in den USA. Dort platzte die Immobilienblase, weil teilweise völlig am Bedarf vorbei gebaut wurde. Außerdem wurden regelmäßig Finanzierungen ohne jegliches Eigenkapital ausgereicht, eine Prüfung der finanziellen Verhältnisse der Kreditnehmer fand so gut wie nicht statt! Die Angst vor einer Immobilienblase in Deutschland ist also derzeit völlig unbegründet. Kaufwillige sollten sich trotz der hohen Preise nicht beirren lassen! Weitere Fragen hierzu und zu anderen Immobilien- und Finanzthemen beantworten wir Ihnen gerne.

Kontakt: Wolfgang Heilmeier – ImmoManagement, E-Mail wolfgang.heilmeier-immo@web.de, Telefon 089/90955890.